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22.01.2026 Kategorie: Gemeinde

Treffen in den letzten Amtsjahren

Ein Vormittag mit regem Austausch

Am Dienstag, den 20.1., fand unser Treffen der KollegInnen in den letzten Amtsjahren im Gemeindehaus von BMV in Wolfenbüttel statt.

Wir trafen uns ab 10 Uhr und begannen mit einer Andacht, gehalten von Frank Ahlgrim, und frühstückten gemeinsam. Wir waren 22 Personen.

Der Verbleib im Amt reichte von ein paar Monaten bis fast 10 Jahren.

Nach vielen persönlichen Gesprächen (einige haben sich seit Jahren zum ersten Mal wiedergesehen) machten wir eine Gesprächsrunde, mit der Fragestellung wie es uns ergangen ist in unseren Dienstjahren und was wir uns in den letzten Amtsjahren für uns erhoffen oder/und was uns für diese Zeit wichtig ist.

Ich empfand es als sehr offene Runde in der Art wie wir vom Arbeitsleben berichteten und auch für die Fragen.

Von schwindenden Kräften war die Rede und es wurde bedauert, dass es bei uns keine Alterszeitregelungen gibt, sondern im Gegenteil die Arbeitsbelastung kontinuierlich und besonders stark in den letzten Jahren erhöht wurde.

Ich hörte Resignation heraus, Frustration, Enttäuschung, Verletzungen. Das war traurig anzuhören und doch: man war nicht allein mit diesen Empfindungen. Und eine Kollegin sagte, dass sie erst sehr spät zu der Überzeugung gelangt ist, dass nicht sie, bzw. wir an der Entwicklung unseres kirchlichen Lebens „schuld“ sind. Es war die Rede davon, dass man getan hat, was man tun konnte, dass man seinen „Mann gestanden“ habe; ich ergänze mal „Frau“ gestanden habe. Oft über das gesunde Maß hinaus, und es hat manche Beziehung und auch Ehe gekostet.  Leider.

Zur Strukturrefom gab es unterschiedliche Meinungen. Von großer Skepsis bis hin zu der Aussage: Das musste sein. Einig war man sich, dass es kein Weiterso geben kann. Die uns Nachfolgenden müssen eine Struktur vorfinden, in der sie arbeiten und leben können. Durchaus war auch bei uns „Alten“ der Wille spürbar die Reformen mit auszugestalten. Den Jüngeren sollen geordnete Verhältnisse übergeben werden.

Für sich persönlich wurde der Wunsch geäußert, man müsse so für sich sorgen, dass man noch gesund den Ruhestand erreiche.

Früher aus dem Amt zu scheiden kommt für viel aus finanziellen Erwägungen nicht in Frage und wir sind dankbar für jede/n der/die verbleibt, weil wir dann ein paar mehr Schultern sind auf die sich die Last verteilt.

Einige Fragen und Wünsche nehmen wir mit in unsere PfarrerInnenausschussarbeit. Weiterhin: Ausgleich für Stellenteilerpaare, Auszug aus der Dienstwohnung. Wenn gewünscht das Thema des Ausgleichs für Pfarrpersonen im angestellten Pfarrdienstverhältnis.

Die Resonanz des Treffens fiel sehr positiv aus und der Wunsch wurde geäußert das Treffen in zwei Jahren zu wiederholen. Wie geht es uns mit den Reformen? Wie ist unsere Belastung? Wie gehen wir weiter mit unserer Zeit in den letzten Amtsjahren um? An Themen wird es uns bestimmt nicht mangeln.

Ein Tipp zur Einkehr und Regeneration kam von einer Kollegin:

Das Haus „Inspiratio“ in Barsinghausen bietet für sechs Wochen eine tolles Angebot an. Das kann über unser landeskirchliches Fortbildungsangebot angestrengt werden.

nspiratio im Kloster Barsinghausen
Leitung: Pastor Guido Depenbrock
Telefon: (05105) 809653 - 0
info@ inspiratio-barsinghausen.de
www.inspiratio-barsinghausen.de

Der nächste PfarrerInnentag findet am 8. Juni statt. Die Bischöfin Frau Bammel hat ihr Kommen zugesagt und das Treffen soll dem Kennenlernen dienen.

Beitrag von Ellen Martens